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Datalogging

Kapitel 8 - Datalogging und Tabellen

 

Tabellen

 

Mit Tabellen stellt TouchWin zwei sehr praktische Objekte zum Darstellen und Bearbeiten von Daten in tabellenform bereit. Die Objekte Common Grid und Data Grid sind sich sehr ähnlich. Sie verfügen über folgende Einstellungsmöglichkeiten:

 

Object

Legt die Datenquelle als Startregister für die Tabelleninhalte fest. Es können in einer Tabelle nur aufeinanderfolgende Register dargestellt werden.

 

Common

All Records legt die Gesamtzahl der gezeigten Zeilen fest, Page Records die Anzahl der Zeilen pro Seite. Mit den Event Buttons, die wir schon aus den Trends kennen, könnt ihr per Previous Page und Next Page in der Tabelle blättern.

 

Auto Field erzeugt auf Wunsch eine Spalte mit einer automatischen Numerierung. Static Field erzeugt eine Spalte, die als Beschreibung des Datensatzes frei beschrieben werden kann. Wenn wir zum Beispiel die Register PSW 1000 bis 1002 im Speicher auslesen und dort die Füllstände für Tanks 1 bis 3 hinterlegt sind, können wir im Static Field die drei Texte Tank 1, Tank 2 und Tank 3 angeben. Die Füllstände werden dann untereinander dargestellt.

 

Column

Hier könnt ihr eurem Datensatz verschiedene Datenspalten hinzufügen. Um bei unserem Beispiel, wenn wir im Speicher nun nicht nur die Füllstände sondern auch noch eine Produktnummer hinterlegen können wir die hier einfügen. Liegen in PSW1000 und PSW 1001 zum Beispiel Füllstand und Produktnummer für Tank 1, in PSW1002 und PSW 1003 die Informationen für Tank 2 und PSW 1004 und PSW 1005 für Tank 3, so können wir das leicht in einer Tabelle mit zwei Datenspalten Füllstand und Produktnummer anzeigen.

 

Hier gibt es einen Unterschied zwischen Common Grid und Data Grid. Common Grid erlaubt die Eingabe in eine Zelle, das ist im Data Grid nicht möglich. Data Grid ermöglicht dafür die Darstellung einer Spalte mit Zeitstempel, diese Funktion fehlt in Common Grid.

 

Tabellen zur Darstellung von Werten aus Trends

 

In Kapitel 6 haben wir uns mit Trends beschäftigt, insbesondere mit dem Historical Trend. Der historische Trend verfügt über eine Pointer, mit dem im Trend navigiert werden kann. Der aktuelle Wert wird in einem Register abgelegt, das wir in der Trendkonfiguration festlegen. Diesen Wert können wir mit einer Data Grid Tabelle leicht darstellen. Dazu erzeugen wir ein Data Grid, das auf das Register des aktuellen Werts zeigt. Zusätzlich zur vorhandenen Spalte mit dem Wert fügen wir eine Spalte vom Datentyp Zeit (Time) ein. Wenn wir nun den Pointer im Trend per Event Button (Previous Item und Next Item) bewegen, wird der jeweilige Wert mit Zeitstempel dargestellt.

 

Data Logging

 

Für das Loggen von Daten stehen neben Trends in TouchWin zwei eigene Funktionen zur Verfügung. Trends haben die Möglichkeit Werte zu loggen und in Registern in einem Ringspeicher zu speichern. Diese Funktion steht auch ohne Trend zur Verfügung als Sample Save und Sample Export.

 

Sample Save

Hier können Daten in einem Speicherbereich als RIngspeicher geloggt werden. Unter Object werden die verschiedenen Variablen hinzugefügt, die aufgezeichnet werden sollen. Unter Pick legen wir den Logging-Zyklus in Sekunden fest und geben unter Manner an, ob ein Zeitstempel mit abgelegt werden soll. Control ermöglicht es das Logging per Bit zu aktivieren und deaktivieren.

 

Export Sample Data

Über das unsichtbare Objekt Export Sample Data werden die Werte aus Variablen in eine CSV-Datei geschrieben. Unter Common wird der Logging-Zyklus angegeben, auch ein manuelles Logging (Feel Pick) per Trigger Bit ist möglich. Storage Size gibt an, nach wievielen erfassten Werten in die Datei geschrieben werden soll. Im Tab Sample werden die Variablen für das Logging konfiguriert. Im Tab Destination wird der Name der CSV-Datei angegeben. Im Fall eines festen Namens wird die Daten überschrieben. Dynamisch lassen sich die CSV-Dateien fortlaufend numerieren. Save gibt den Zwischenspeicher des Objekts an. Date Time legt das Format des Zeitstempels fest und in Export Control lassen sich verschiedene Bits zur Steuerung und Statusrückmeldung des Objekts konfigurieren.