Kinco FV20 – Support, Anschlussplan & Inbetriebnahme
Alles für deinen Kinco FV20 nach dem Kauf – für alle 14 Modelle im Shop von 0,75 bis 75 kW, einphasig 230 V und dreiphasig 400 V:
Interaktiver Anschlussplan: Netz und Motor, Start/Stopp, Festfrequenzen, Sollwert, Modbus RTU, Relais, Laufmeldung und Bremswiderstand, mit Leitungsquerschnitten und Parametern
Erste Schritte: Inbetriebnahme in elf Schritten, von den Motordaten bis zum ersten Lauf
Bedienung: Bedienteil zum Ausprobieren, mit Übungen
Maße & Montage: Maßzeichnung je Modell, Bohrbild, Mindestabstände und Bohrschablone zum Ausdrucken
Downloads: Benutzerhandbuch, deutsche Broschüre, Katalog, CE-Zertifikate und Konfigurationssoftware
Kostenfreier Support von spstiger, wenn du nicht weiterkommst
Bedienteil: Tasten, Anzeige und LEDs
MENU startet das Menü zur Parametrierung – die wichtigste Taste zum Programmieren. Probiere das Bedienteil hier aus: Parameter einstellen, Motor starten und stoppen, Störungen quittieren. Die Übungen führen Schritt für Schritt durch die wichtigsten Abläufe. Bleibt der Mauszeiger kurz auf einer Taste, erscheint, was sie gerade bewirkt.
Interaktiver Anschlussplan
Tippe in der Zeichnung auf eine Klemme oder Leitung, um Details zu sehen.
Klemmenübersicht FV20
| Klemme | Gruppe | mm² | Funktion |
|---|---|---|---|
| R1a | RELAIS | – | R1a–R1b Öffner, R1a–R1c Schließer. AC 250 V / 2 A (cos φ = 1), AC 250 V / 1 A (cos φ = 0,4), DC 30 V / 1 A. Funktion A6.16, Werk 16 = Störung. Bezeichnung und Lage laut Broschüre K1C20-2101 (2021); das Handbuch von 2019 nennt die Klemmen Ra/Rb/Rc. |
| R1b | RELAIS | – | R1a–R1b ist im Ruhezustand geschlossen. |
| R1c | RELAIS | – | R1a–R1c schließt, wenn die Relaisfunktion aktiv ist. |
| R2a | RELAIS | – | R2a–R2b Öffner, R2a–R2c Schließer (Broschüre K1C20-2101, 2021). Das Handbuch von 2019 beschreibt Relais 2 nicht: Kontaktdaten und Funktionsparameter fehlen, A6.17 ist dort als „reserviert“ geführt. Vermutlich wird die Funktion über A6.17 gewählt (Annahme, am Gerät prüfen). |
| R2b | RELAIS | – | R2a–R2b ist im Ruhezustand geschlossen. |
| R2c | RELAIS | – | R2a–R2c schließt, wenn die Relaisfunktion aktiv ist. |
| X1 | STEUER | – | Optokoppler, bipolar (Brückengleichrichter), 2–30 V, Eingangswiderstand 3,3 kΩ, max. 200 Hz. Funktion A6.00; laut Handbuch Kap. 6.7 ab Werk 1 = Rechtslauf (die Parameterliste Kap. 9 nennt 0 = keine Funktion). |
| X2 | STEUER | – | Optokoppler, bipolar (Brückengleichrichter), 2–30 V, Eingangswiderstand 3,3 kΩ, max. 200 Hz. Funktion A6.01; laut Kap. 6.7 ab Werk 2 = Linkslauf (Parameterliste: 0). |
| X3 | STEUER | – | Optokoppler, bipolar (Brückengleichrichter), 2–30 V, Eingangswiderstand 3,3 kΩ, max. 200 Hz. Funktion A6.02; laut Kap. 6.7 ab Werk 6 = Reset (Parameterliste: 0). |
| X4 | STEUER | – | Optokoppler, bipolar (Brückengleichrichter), 2–30 V, Eingangswiderstand 3,3 kΩ, max. 200 Hz. Funktion A6.03; laut Kap. 6.7 ab Werk 27 = Festfrequenz-Klemme 1 (Parameterliste: 0). |
| X5 | STEUER | – | Optokoppler, bipolar (Brückengleichrichter), 2–30 V, Eingangswiderstand 3,3 kΩ, max. 200 Hz. Funktion A6.04; laut Kap. 6.7 ab Werk 28 = Festfrequenz-Klemme 2 (Parameterliste: 0). |
| COM | STEUER | – | Bezug der internen 24-V-Versorgung, intern mit der zweiten COM-Klemme verbunden. Galvanisch getrennt von GND. Nie mit +24V kurzschließen. |
| +10V | STEUER | – | Ausgang +10 V, max. 5 mA, z. B. für ein Sollwert-Poti (mindestens 2 kΩ, berechnet aus 10 V / 5 mA). |
| GND | STEUER | – | Bezug für AI1, AI2, AO1, AO2 und +10V. Intern mit der zweiten GND-Klemme verbunden, galvanisch getrennt von COM. |
| AI1 | STEUER | – | 0–10 V (45 kΩ, Auflösung 1/4000) oder 0–20 mA (Auflösung 1/2000), einseitig gegen GND. Umschaltung per Jumper AI1. Kennlinie in Gruppe A3. |
| AI2 | STEUER | – | Wie AI1, Umschaltung per Jumper AI2. Ab Werk Istwerteingang des Prozessreglers (C1.02 = 1). |
| Y1 | STEUER | – | Open Collector mit Optokoppler, schaltet gegen COM, max. 30 V DC / 50 mA. Funktion A6.14, Werk 0 = Umrichter läuft. |
| COM | STEUER | – | Zweite COM-Klemme, Bezug für Y1 und die 24-V-Versorgung. Nie mit +24V kurzschließen, sonst kann die Steuerplatine Schaden nehmen. |
| X6 | STEUER | – | Wie X1–X5, zusätzlich Pulseingang bis 100 kHz (A0.02 = 4, Maximalfrequenz A6.10). Funktion A6.05; laut Kap. 6.7 ab Werk 29 (Parameterliste: 0). |
| +24V | STEUER | – | 24 V DC, max. 200 mA für Digitaleingänge und Sensoren. Werkseitig mit PLC gebrückt. |
| PLC | STEUER | – | Werkseitig mit +24V gebrückt: Dann schaltet ein Kontakt zwischen Xn und COM den Eingang. Für PNP-Ansteuerung oder externe Versorgung die Brücke entfernen (Handbuch Abb. 4-8 bis 4-12). |
| AO1 | STEUER | – | 0–10 V oder 0/4–20 mA, Umschaltung per Jumper AO1, Werk Spannung. Funktion A6.30 (Werk 0 = keine). Bei Strom Bürde unter 400 Ω. |
| AO2 | STEUER | – | Wie AO1, Umschaltung per Jumper AO2. Funktion A6.31. |
| GND | STEUER | – | Zweite GND-Klemme, Bezug für AO1 und AO2 (Handbuch Abb. 4-4). |
| 485− | STEUER | – | Minus des Differenzsignals. Verdrillt oder geschirmt verlegen. |
| 485+ | STEUER | – | Plus des Differenzsignals. Auf der Klemmenleiste steht 485− links neben 485+ (Broschüre K1C20-2101, Gerätefoto). Ein Abschlusswiderstand ist im Handbuch nicht beschrieben; bei langen Leitungen 100–200 Ω am Master parallel (Kap. 10.3). |
| R / R (L) | LEISTUNG | – | Dreiphasig 380–440 V (zulässig 320–460 V). Einphasige Geräte (2S): L an R, N an T (Handbuch Kap. 4.1.2). Leitungsschutz 1,5–2 × Eingangsstrom (Kap. 3.2.1). |
| S | LEISTUNG | – | Dreiphasig 380–440 V. Bei einphasigen Geräten (2S) frei. |
| T / T (N) | LEISTUNG | – | Dreiphasig 380–440 V. Einphasige Geräte (2S): N an T. |
| ⊖ / +1 | LEISTUNG | – | Bis 45 kW: Zwischenkreis minus, nicht für den Bremswiderstand. 55 und 75 kW: +1, Anschluss für eine externe DC-Drossel (Handbuch Tab. 4-1). |
| ⊕ / +2 | LEISTUNG | – | Bis 45 kW: Bremswiderstand zwischen ⊕ und PB, der Brems-Chopper ist eingebaut. 55 und 75 kW: +2, zusammen mit ⊖ Anschluss der externen Bremseinheit. |
| PB / ⊖ | LEISTUNG | – | Bis 45 kW: zweiter Anschluss des Bremswiderstands, nie mit ⊖ verbinden. 55 und 75 kW: Zwischenkreis minus für die externe Bremseinheit. |
| U | LEISTUNG | – | Motorausgang. Niemals Netzspannung an U/V/W legen, keine Kondensatoren oder Varistoren am Ausgang. |
| V | LEISTUNG | – | Motorausgang. Niemals Netzspannung an U/V/W legen. |
| W | LEISTUNG | – | Motorausgang. Niemals Netzspannung an U/V/W legen. |
| ⏚ | LEISTUNG | – | PE zuerst anschließen. Erdungsleitung aus Kupfer über 3,5 mm², Erdungswiderstand unter 10 Ω. Umrichter und Motor erden (Handbuch Kap. 4). |
| RJ45 | – | – | Buchse für das abgesetzte Bedienteil. Belegung laut Broschüre K1C20-2101 (2021): 1 = 485+, 2 = 485−, 5 = GND, 8 = +5 V; das Handbuch von 2019 nennt 2 = +5 V, 3 = 485+, 4 = 485−, 5 = GND. Die PG-Karte sitzt an der Erweiterungsschnittstelle J19. |
* Klemmbereich nicht im Handbuch angegeben, hergeleitet.
Erste Schritte mit dem Kinco FV20
In elf Schritten vom Anschließen zum ersten Motorlauf: Parameterschutz aufheben, Motordaten eintragen, Start/Stopp und Sollwert festlegen, Rampen einstellen. Digitaleingänge, Ausgänge, Modbus und Bremswiderstand brauchst du nur, wenn deine Anwendung sie nutzt. Der FV20 ist abgekündigt; Nachfolger ist der Kinco KC200 mit eigenem Parametersystem.
Alle Versorgungen trennen und mindestens 10 Minuten warten, bis alle LEDs am Bedienteil aus sind und die Ladeanzeige erloschen ist. Zwischen ⊕ und ⊖ müssen weniger als 36 V DC anliegen.
Der FV20 hat kein STO. Sicheres Abschalten des Motors bauseits über Schütz bzw. Sicherheitsschaltung lösen.
Schutzleiter (PE) immer zuerst anschließen: Kupfer über 3,5 mm², Erdungswiderstand unter 10 Ω.
1Netz und Motor anschließenPflicht
Das Netz kommt an R, S und T, der Motor an U, V und W, dazu PE an Umrichter und Motor. Beim einphasigen FV20-2S gehört L an R und N an T, S bleibt frei.
Leitungsschutz und Querschnitte für dein Modell zeigt der Anschlussplan im Beispiel „Netz und Motor“. Das Handbuch nennt dazu keine Tabelle, die Werte sind hergeleitet.
Leitungsschutzschalter: 1,5- bis 2-facher Nennstrom des Umrichters. Empfohlen ist ein allstromsensitiver Fehlerstrom-Schutzschalter Typ B mit 300 mA (Handbuch Kap. 3.2.1 und 4).
Bis 45 kW ist ein EMV-Filter eingebaut. Niemals Netzspannung an U, V, W legen. Ab 100 m Motorleitung wird eine Ausgangsdrossel empfohlen.
Verdrahtung „Netz und Motor“ zeigen
Quelle: Handbuch Kap. 3.2, 4.1; fv20/01-basis
2Bedienteil und ParameterschutzPflicht
Laut Parameterliste ist ab Werk nur A0.03 änderbar: b4.02 = 1. Bevor du andere Parameter einstellst, setzt du b4.02 = 0. Blinkt beim Ändern keine Stelle, ist der Parameter geschützt, nur im Stillstand änderbar oder ein Anzeigewert.
Das Menü hat zwei Ebenen: MENU öffnet den ersten Funktionscode A0.00, mit ▲/▼ wählst du den Code, ENTER öffnet den Wert. SHIFT springt auf die höchste Stelle, ▲/▼ ändert sie. ENTER speichert und führt zurück zum Funktionscode, MENU verlässt das Menü.
Parameter Wert Bedeutung b4.02 0 Parameterschutz aus: alle Parameter änderbar (Parameterliste: Werk 1 = nur A0.03 und b4.02) A0.00 0 Kein Benutzerpasswort (Werk). Erscheint nach MENU „0.0.0.0.“, ist ein Passwort gesetzt. b4.00 0 Alle Tasten frei (Werk) b4.03 2 Werkseinstellung laden; 1 = nur Fehlerspeicher löschen (nur im Stillstand) Das Handbuch widerspricht sich bei einigen Werkseinstellungen: Kap. 6 nennt b4.02 = 0, A0.04 = 0 und X1/X2 = Rechts-/Linkslauf, die Parameterliste in Kap. 9 nennt b4.02 = 1, A0.04 = 1 und X1–X6 ohne Funktion. Setze diese Parameter deshalb immer ausdrücklich.
Tastensperre lösen: MENU gedrückt halten und einmal ▼ drücken (Kap. 5.1.3; Tab. 7-2 nennt ENTER halten und dreimal ▼). Nach dem Einschalten ist das Bedienteil immer frei.
Am Bedienteil üben: „Parameterschutz aufheben: b4.02 = 0“Am Bedienteil üben: „Sollfrequenz A0.03 von 50,00 auf 30,00 Hz stellen“
Quelle: Handbuch Kap. 5.1, 6.14, 9; fv20/05-monitor
3Motordaten eintragen und Motor-AutotuningPflicht
Die Werte stehen auf dem Typenschild des Motors. Alle Parameter dieses Schritts sind nur im Stillstand änderbar.
Parameter Wert Bedeutung b0.00 Typenschild Motornennleistung in kW b0.01 Typenschild Motornennspannung in V b0.02 Typenschild Motornennstrom in A b0.03 Typenschild Motornennfrequenz, in Europa meist 50,00 Hz b0.04 4 Polzahl des Motors (Werk 4, Schrittweite 2): 1440 min⁻¹ bei 50 Hz ist ein 4-poliger Motor b0.05 Typenschild Motornenndrehzahl in min⁻¹ A0.01 0, 1 oder 2 Regelart: 0 = Vektorregelung ohne Geber, 1 = mit Geber (PG-Karte), 2 = U/f-Steuerung (Werkseinstellung) Motor-Autotuning
Für das rotierende Autotuning den Motor von der Last trennen.
A0.04 = 0 (Start über das Bedienteil) und A0.13 = 0 (automatische Drehmomentanhebung).
b0.00 bis b0.05 vom Typenschild eintragen. Die obere Frequenzgrenze A0.10 darf nicht unter der Motornennfrequenz liegen.
b0.11 = 2 (rotierend) setzen und mit ENTER bestätigen. Geht der Motor nicht lastfrei, b0.11 = 1 (statisch).
RUN drücken. Das Autotuning ist fertig, wenn die RUN-LED erlischt; b0.06 bis b0.10 sind dann berechnet.
Schlägt das Autotuning fehl, meldet der Umrichter E024. Bei Überstrom oder Überspannung während des rotierenden Autotunings die Rampenzeiten verlängern (Kap. 6.10).
Motorleistung und Umrichterleistung sollten zusammenpassen: laut Handbuch höchstens 20 % kleiner oder 10 % größer.
Am Bedienteil üben: „Motordaten eintragen und Motor-Autotuning starten“
Quelle: Handbuch Kap. 6.10, 11.1; fv20/01-basis
4Start/Stopp-Quelle festlegenPflicht
A0.04 legt fest, woher der Fahrbefehl kommt. Den Sollwert stellst du getrennt davon in Schritt 5 ein.
Parameter Wert Bedeutung A0.04 0 Bedienteil: RUN und STOP/RST am Gerät, Drehrichtung A0.05 A0.04 1 Klemmen: X1 Rechtslauf (A6.00 = 1), X2 Linkslauf (A6.01 = 2) A0.04 2 Kommunikation: Modbus RTU/ASCII, siehe Schritt 9 A6.09 0 Klemmensteuerung Zweidraht 1 (Werk); 2/3 = Dreidraht. Vorsicht bei 4: startet sofort beim Einschalten, wenn der Kontakt geschlossen ist. A1.05 0 Stoppart: 0 = Rampe (Werk), 1 = Freilauf, 2 = Rampe + DC-Bremse PLC ist der gemeinsame Anschluss von X1–X6 und werkseitig mit +24V gebrückt: Dann schaltet ein Kontakt zwischen Xn und COM. Steuert eine SPS mit PNP-Ausgängen oder eine externe 24-V-Versorgung, muss die Brücke entfernt werden. +24V und COM nie kurzschließen.
Die M-Taste belegst du über b4.01, z. B. 0 = Tippen oder 4 = Drehrichtung umschalten.
Verdrahtung „Start/Stopp per Schalter“ zeigenVerdrahtung „Start/Stopp von SPS (NPN)“ zeigenVerdrahtung „Start/Stopp von SPS (PNP)“ zeigen
Am Bedienteil üben: „Motor am Bedienteil starten und stoppen“Am Bedienteil üben: „Start/Stopp auf die Klemmen legen“
Quelle: Handbuch Kap. 4.2, 6.1, 6.7; fv20/02-io
5Sollwert festlegenPflicht
A0.02 legt fest, woher die Sollfrequenz kommt, unabhängig von der Start/Stopp-Quelle. Mit A0.02 = 0 änderst du die Sollfrequenz in der Anzeige direkt mit ▲/▼.
Parameter Wert Bedeutung A0.02 0 Digital: Startwert A0.03, verstellbar mit ▲/▼ oder UP/DN-Klemmen (Werk) A0.02 3 Potentiometer am Bedienteil A0.02 1 / 2 Analogeingang AI1 / AI2 (0–10 V oder 0–20 mA, Umschaltung per Jumper J8 / J9) A0.02 4 Pulseingang X6 bis 100 kHz (A6.10) A0.03 50,00 Hz Digitaler Sollwert (Werk) A0.08 50,00 Hz Maximalfrequenz (Werk, bis 300 Hz); Bezug für Rampen und Analogkennlinie A0.10 / A0.11 50,00 / 0,00 Hz Obere und untere Frequenzgrenze (Werk) Die Kennlinie der Analogeingänge stellst du in Gruppe A3 ein, AI1 nutzt werkseitig Kurve 1 (A3.01–A3.04). 100 % entsprechen 10 V bzw. 20 mA. Für 4–20 mA also A3.03 = 20,00 % (berechnet).
Einen Modbus-Sollwert gibt es in A0.02 nicht: Er kommt über Register 0x3201, wenn im Steuerwort Bit 8 gesetzt ist (Schritt 9).
Verdrahtung „Sollwert per Poti“ zeigenVerdrahtung „Sollwert 4–20 mA von SPS“ zeigen
Am Bedienteil üben: „Sollfrequenz in der Anzeige mit ▲/▼ verstellen“Am Bedienteil üben: „Sollwert über das Poti am Bedienteil“
Quelle: Handbuch Kap. 5.1.3, 6.1, 6.4; fv20/01-basis
6Hoch- und Rücklaufzeit einstellenPflicht
Die Zeiten beziehen sich auf den Weg von 0 Hz bis zur Maximalfrequenz A0.08. Die Werkseinstellung hängt von der Leistung ab.
Parameter Wert Bedeutung A0.06 6,0 / 20,0 / 30,0 s Hochlaufzeit 1: bis 2 kW 6,0 s, 30–45 kW 20,0 s, darüber 30,0 s (Werk). Für 2,2–22 kW nennt das Handbuch keinen Wert. A0.07 wie A0.06 Rücklaufzeit 1 (Werk wie Hochlaufzeit) A4.00 0 Rampenform: 0 = linear (Werk), 1 = S-Kurve (A4.07–A4.10) Meldet der Umrichter beim Beschleunigen E001 (Überstrom), die Hochlaufzeit verlängern. Bei E005 (Überspannung beim Verzögern) die Rücklaufzeit verlängern oder einen Bremswiderstand anschließen (Schritt 10).
Zeiten 2–4 stehen in A4.01–A4.06 und werden über Digitaleingänge (Funktion 31/32) gewählt.
Am Bedienteil üben: „Hochlaufzeit A0.06 auf 3,0 s verkürzen“
Quelle: Handbuch Kap. 6.1, 6.5; fv20/01-basis
7Digitaleingänge belegenOptional
Der FV20 hat sechs Digitaleingänge X1–X6 (Optokoppler, 2–30 V). X6 ist zusätzlich Pulseingang bis 100 kHz. Die Funktion stellst du in A6.00 (X1) bis A6.05 (X6) ein, nur im Stillstand. Zwei Eingänge dürfen nicht dieselbe Funktion haben.
Wert Funktion Wert Funktion 1 Rechtslauf 10 Externer Stopp (wirkt in jeder Steuerart) 2 Linkslauf 12 Freilauf-Stopp 3 / 4 Tippen rechts / links 13 / 14 Frequenz höher / tiefer (UP/DN) 5 Dreidraht-Steuerung (A6.09 = 2/3) 27–30 Festfrequenz-Klemme 1–4 (C0.00–C0.14) 6 Störung quittieren (Reset) 31 / 32 Auswahl Hoch-/Rücklaufzeit 1 / 2 7 Externe Störung (meldet E015) 9 Betrieb sperren (Freilauf) Festfrequenzen im Binärcode (Handbuch Tab. 6-2): Klemme 1 = 1, Klemme 2 = 2, Klemme 3 = 4, Klemme 4 = 8. Sind alle Auswahlklemmen aus, gilt der normale Sollwert, bei A0.02 = 0 also A0.03 (Werk 50,00 Hz).
A6.13 kehrt die Logik einzelner Eingänge um (Werk: alle positiv). Die vollständige Funktionsliste steht im Handbuch, Tab. 6-1.
Verdrahtung „Start/Stopp per Schalter“ zeigenVerdrahtung „Festfrequenzen per Schalter“ zeigen
Quelle: Handbuch Kap. 6.7, Tab. 6-1/6-2; fv20/02-io
8Relais, Y1 und AnalogausgängeOptional
Relais R1 (R1a–R1b Öffner, R1a–R1c Schließer) meldet ab Werk eine Störung. Der Transistorausgang Y1 meldet ab Werk „Umrichter läuft“ und schaltet gegen COM. AO1/AO2 geben 0–10 V oder 0/4–20 mA aus (Jumper J6/J7, Werk Spannung).
Parameter Wert Bedeutung A6.16 16 Relais R1 = Störung (Werk); 0 = läuft, 1 = Frequenz erreicht, 15 = bereit A6.14 0 Y1 = Umrichter läuft (Werk); gleiche Auswahl wie A6.16, max. 30 V DC / 50 mA A6.30 / A6.31 0 Funktion AO1 / AO2 (Werk 0 = keine); 1 = Ausgangsfrequenz, 5 = Ausgangsstrom (0–2 × Nennstrom) Relaiskontakt AC 250 V / 2 A (cos φ = 1) bzw. DC 30 V / 1 A. Induktive Lasten mit Freilaufdiode, RC-Glied oder Varistor beschalten.
Bei Stromausgang die Bürde unter 400 Ω halten (Kap. 6.7).
Das zweite Relais R2 (R2a–R2c) zeigen Broschüre und Katalog von 2021, das Handbuch von 2019 nicht. Auch sein Funktionsparameter ist nicht beschrieben, vermutlich A6.17 (Annahme, am Gerät prüfen).
Verdrahtung „Störmeldung über Relais“ zeigenVerdrahtung „Laufmeldung an SPS (Y1)“ zeigen
Quelle: Handbuch Kap. 4.2, 6.7, Tab. 6-6/6-8; fv20/02-io
9Modbus einrichtenOptional
Der FV20 spricht Modbus RTU und ASCII über RS-485 (Klemmen 485+ und 485−; auf der Leiste steht 485− links). Für Start/Stopp über den Bus A0.04 = 2 setzen; den Sollwert übernimmt er über Bit 8 im Steuerwort.
Parameter Wert Bedeutung b3.00 001 Einer: Baudrate (1 = 9600, 2 = 19200, 3 = 38400), Zehner: Format (0 = 8-N-2 RTU, 1 = 8-E-1 RTU, 2 = 8-O-1 RTU), Werk 001 b3.01 5 Slave-Adresse 1–127 (Werk 5; 0 = Broadcast) b3.02 0,0 s Timeout-Überwachung (Werk aus); danach E017 A0.04 2 Befehlsquelle Kommunikation Modbus-Register
Register Wert Bedeutung 0x3200 0x01C7 Start mit Sollwertfreigabe (Bits 0–2 = 111, Bit 6, 7, 8) 0x3200 0x01C6 / 0x00C5 Stopp über Rampe / Freilauf 0x3200 0x0280 Störung quittieren 0x3201 5000 Sollfrequenz in 0,01 Hz: 5000 = 50,00 Hz 0x3305 / 0x3306 lesen Aktuelle Frequenz / Ausgangsstrom (0,1 A) 0x3314 lesen Letzte Störung Parameter adressierst du als Gruppe × 256 + Nummer, z. B. A0.06 → 0x0006, b3.01 → 0x0D01. Mit Funktion 0x06 geschrieben ist der Wert nach Netz aus verloren, mit 0x41 bleibt er gespeichert (Kap. 10.5).
Kap. 10.2 nennt als Werk 8-N-1, b3.00 = 001 bedeutet laut Tabelle 8-N-2. Stell beide Seiten am besten ausdrücklich ein.
Einen eingebauten Abschlusswiderstand beschreibt das Handbuch nicht. Bei langen Leitungen 100–200 Ω parallel an 485+/485− des Masters (Kap. 10.3).
Verdrahtung „Modbus RTU an SPS“ zeigen
Quelle: Handbuch Kap. 10, 11.4; fv20/03-modbus
10Bremswiderstand anschließenOptional
Bis 45 kW ist der Brems-Chopper eingebaut, der Widerstand kommt an ⊕ und PB. Den empfohlenen Widerstand für dein Modell nennt der Anschlussplan. 55 und 75 kW brauchen eine externe Bremseinheit an +2 und ⊖.
Parameter Wert Bedeutung A1.17 1 Brems-Chopper freigeben (Werk 0 = aus, nur im Stillstand) A1.16 720 V Einschaltschwelle bei 400-V-Geräten (Werk; 2S: 380 V) A1.18 80,0 % Anteil der Bremszeit an der Betriebszeit (Werk) b2.02 000 Einerstelle 0: Überspannungs-Stillstand aus, laut Handbuch bei angeschlossenem Bremswiderstand (Werk 001) Ohne A1.17 = 1 bleibt der Widerstand kalt, und der Umrichter meldet beim schnellen Bremsen E005.
⊕ bzw. PB nie mit ⊖ verbinden: Das beschädigt den Brems-Chopper (Kap. 1.2).
Verdrahtung „Bremswiderstand“ zeigen
Quelle: Handbuch Kap. 2.7, 6.2, 6.12; fv20/01-basis, fv20/06-schnellkonfig
11Erster LaufPflicht
Häufige Meldungen beim ersten Lauf
Code Bedeutung Abhilfe E001–E003 Überstrom beim Beschleunigen / Verzögern / konstanter Drehzahl Rampen verlängern, Motordaten und Last prüfen E005 Überspannung beim Verzögern Rücklaufzeit verlängern oder Bremswiderstand mit A1.17 = 1 E008 / E009 Phasenausfall Eingang / Ausgang Netzzuleitung bzw. Motorleitung prüfen E013 / E014 Überlast Umrichter / Motor Last und Motornennstrom b0.02 prüfen E015 Externe Störung (Eingang mit Funktion 7) Ursache beheben, quittieren; kein automatisches Quittieren E017 Keine Kommunikation mit dem Master Leitung, b3.00, b3.01 und Timeout b3.02 prüfen E024 Fehler beim Motor-Autotuning Typenschilddaten und Motoranschluss prüfen, wiederholen P.oFF Unterspannung im Zwischenkreis Netzspannung prüfen Die letzten drei Fehler stehen in d1.00, d1.05 und d1.06, dazu Spannung, Strom und Frequenz beim letzten Fehler in d1.01–d1.03. Die vollständige Liste steht im Handbuch Kap. 7.
Am Bedienteil üben: „Motor am Bedienteil starten und stoppen“Am Bedienteil üben: „Störung ablesen und quittieren“
Quelle: Handbuch Kap. 5.3, 7; fv20/01-basis
Stand 1.0 · 29.09.2026 · Quelle: Kinco FV20 VFD User Manual (24.04.2019), aufbereitet in spstiger vfd-konfig (fv20/01-basis, 02-io, 03-modbus, 04-funktionen, 06-schnellkonfig). Maßgeblich sind das Herstellerhandbuch und die geltenden Normen; Installation und Inbetriebnahme nur durch eine Elektrofachkraft.
Maße und Montage
Maße und Bohrbild des gewählten Modells. Die Zeichnung ist schematisch, die Maße stammen aus der FV20-Broschüre von 2021. Geräte von vor 2021 haben ab 5,5 kW andere Gehäuse; deren Maße stehen im Handbuch von 2019.
Alle Modelle
| Artikel | Leistung | B × H × T (mm) | Lochabstand (mm) | Loch ⌀ (mm) | Gewicht (kg) |
|---|---|---|---|---|---|
| KIS.FV20.2S.0022G | 2,2 kW · 1~ 230 V | 126 × 186 × 167 | 115 × 175 | 4,7 | 2 |
| KIS.FV20.4T.0007G | 0,75 kW · 3~ 400 V | ||||
| KIS.FV20.4T.0015G | 1,5 kW · 3~ 400 V | ||||
| KIS.FV20.4T.0022G | 2,2 kW · 3~ 400 V | ||||
| KIS.FV20.4T.0037G | 3,7 kW · 3~ 400 V | ||||
| KIS.FV20.4T.0055G | 5,5 kW · 3~ 400 V | 146 × 256 × 181 | 131 × 243 | 5,8 | 6 |
| KIS.FV20.4T.0075G | 7,5 kW · 3~ 400 V | ||||
| KIS.FV20.4T.0110G | 11 kW · 3~ 400 V | ||||
| KIS.FV20.4T.0150G | 15 kW · 3~ 400 V | 170 × 320 × 207 | 151 × 303 | 5,8 | 8 |
| KIS.FV20.4T.0220G | 22 kW · 3~ 400 V | ||||
| KIS.FV20.4T.0370G | 37 kW · 3~ 400 V | 225 × 360 × 224 | 206 × 341 | 6,5 | 9 |
| KIS.FV20.4T.0450G | 45 kW · 3~ 400 V | ||||
| KIS.FV20.4T.0550G | 55 kW · 3~ 400 V | 285 × 617 × 258 | 220 × 596 | 10 | 35 |
| KIS.FV20.4T.0750G | 75 kW · 3~ 400 V |
Montage Schritt für Schritt
1Einbauort prüfen
Der FV20 gehört in einen gut belüfteten Innenraum, in der Regel in einen Schaltschrank (Schutzart IP20).
Umgebungstemperatur −10 bis +40 °C. Von 40 bis 50 °C nur mit Leistungsreduzierung und Fremdbelüftung.
Luftfeuchte 5 bis 95 %, ohne Betauung.
Vibration unter 5,9 m/s² (0,6 g).
Keine direkte Sonne, kein Staub oder Metallstaub, keine korrosiven oder brennbaren Gase, kein Tropfwasser.
Aufstellhöhe über 1000 m: 10 % weniger Nennstrom je 1000 m (Handbuch Abb. 1-3, bis 3000 m).
2Mindestabstände einhalten
Der Lüfter bläst die Kühlluft nach oben. Damit sie frei ein- und austreten kann, braucht der Umrichter Abstand zu Wänden, Kabelkanälen und Nachbargeräten.
Bis 45 kW: seitlich mindestens 50 mm, oben und unten mindestens 100 mm.
55 und 75 kW: seitlich mindestens 150 mm, oben und unten mindestens 350 mm.
3Bohrbild anreißen und bohren
Der FV20 wird mit vier Schrauben befestigt. Oben sind die Löcher geschlossen, unten als Schlitz zum Rand hin offen. Bis 45 kW sitzen sie in Aussparungen an den Gehäuseecken, bei 55 und 75 kW in Laschen des Blechgehäuses (Broschüre S. 5 und 6).
Für das kleinste Gehäuse (Ø 4,7 mm) empfiehlt die Broschüre M4-Schrauben. Für die übrigen Lochdurchmesser nennt sie keine Schraubengröße.
Die Bohrschablone im Maßstab 1:1 hilft beim Anreißen. Drucke sie in tatsächlicher Größe (100 %) und prüfe das Kontrollmaß von 100 mm mit dem Lineal.
4Senkrecht montieren
Montiere den Umrichter senkrecht, damit die Kühlluft wie vorgesehen nach oben strömt (Handbuch Kap. 3.1). Das Gewicht steht bei den Maßen.
5Mehrere Umrichter übereinander
Sitzen zwei Umrichter übereinander, gehört ein Luftleitblech dazwischen. Es lenkt die warme Abluft des unteren Geräts am oberen vorbei (Handbuch Abb. 3-3).
6Bedienteil in die Schaltschranktür (optional)
Das Handbuch zeigt ein externes Bedienteil mit Einbaurahmen für die Schaltschranktür (Abb. 2-4 und 2-5). Einen Türausschnitt nennt es nicht; 65 × 130 mm entspricht dem Rahmenkörper (hergeleitet).
Bedienteil: 60 × 100 × 30,7 mm.
Einbaurahmen: 82 × 146 × 18,4 mm.
7Anschließen
Danach Netz, Motor und PE anschließen. Querschnitte und Absicherung je Modell stehen im Anschlussplan.
Stand 1.0 · 29.09.2026 · Quelle: FV20 Broschüre/Katalog K1C20-2101 (2021), S. 5 und 6; Einbauhinweise FV20 User Manual (04/2019), Kap. 2 und 3. Maßgeblich sind das Herstellerhandbuch und die geltenden Normen; Installation nur durch eine Elektrofachkraft.
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