Solidot XB6S – Support, Anschlussplan & Inbetriebnahme
Alles für deinen Solidot XB6S nach dem Kauf – für alle vier Buskoppler (PROFINET, EtherCAT, EtherNet/IP, Modbus TCP) mit den Digital-, Relais- und Analogmodulen:
Interaktiver Anschlussplan: Versorgung und Einspeisemodul mit Strombilanz am Rückwandbus, PNP- und NPN-Geber, Lasten, Relais, Messumformer 0–10 V und 4–20 mA, Analogausgänge und das Netzwerk zur Steuerung, mit Leitungsquerschnitten und Parametern
Feldbus: wo jedes Signal deiner Station landet – für PROFINET, EtherCAT, EtherNet/IP und Modbus TCP
Erste Schritte: Inbetriebnahme in 19 Schritten, von der Hutschiene bis zum ersten Signal in deiner Steuerung
Maße & Montage: Breite deiner Station, Hutschiene, Mindestabstände und Stecker
Downloads: 2D- und 3D-Zeichnungen, EPLAN-Makros und das IO Config Tool
Kostenfreier Support von spstiger, wenn du nicht weiterkommst
Interaktiver Anschlussplan
Tippe in der Zeichnung auf eine Klemme oder Leitung, um Details zu sehen.
Klemmenübersicht XB6S
| Klemme | Gruppe | mm² | Funktion |
|---|---|---|---|
| 24V | Versorgung | 0,3–1,5 | 24 V DC SELV (18–36 V), max. 600 mA. Daraus erzeugt der Koppler 5 V / 2 A für den Rückwandbus (Handbuch Kap. 3.1.3). |
| 0V | Versorgung | 0,3–1,5 | Bezug der Versorgung. System- und Feldversorgung getrennt führen (Handbuch Kap. 5.2). |
| ⏚ | Versorgung | 0,3–1,5 | Sicher erden (Handbuch Kap. 5.2). |
| X1 | PROFINET | – | Zwei Buchsen mit eingebautem Switch, gleichwertig. Cat5 oder besser, geschirmt (STP) empfohlen, max. 100 m (Handbuch Kap. 3.1.5). |
| X2 | PROFINET | – | Zweite Buchse des Switches: weiteres Gerät in Linie oder PC zum Einstellen. |
* Klemmbereich nicht im Handbuch angegeben, hergeleitet.
Feldbus: die Variablen deiner Station
Hier steht, wo jedes Signal deiner Station in der Steuerung landet – für den Koppler, den du oben wählst. Die Station steckst du im Anschlussplan zusammen (oder hier mit „+ Modul anhängen“); die Tabelle rechnet sofort mit.
PROFINET
- Gerätedatei
- GSDML V2.43, am Artikel PN2002 unter „Downloads“
- Gerätename
- in TIA Portal zuweisen, Vorschlag „pnio“
- IP-Adresse
- vergibt der Controller
- Prozessdaten
- max. 1024 Byte Ein- und Ausgänge zusammen
- Zyklus
- ab 1 ms (Handbuch)
So liegen die Variablen
TIA Portal übernimmt per Hardware-Erkennung jedes gesteckte Modul in Steckplatz 1, 2, 3 … und vergibt die Adressen. Die Tabelle rechnet ab deiner Anfangsadresse fortlaufend weiter, so wie TIA vergibt, wenn davor nichts belegt ist. Maßgeblich ist die Geräteübersicht in TIA Portal.
Werkseinstellung: Spannung 0–10 V und Strom 4–20 mA, jeweils als 0–27648.
EtherCAT
- Gerätedatei
- ESI EcatTerminal-bus V3.0.13 (am Artikel EC2002 unter „Downloads“): _BOOL (Kanäle einzeln) oder _UINT (16 Kanäle als Wort), nur eine installieren
- Adresse
- über die Lage im Strang, keine IP-Adresse
- Prozessdaten
- max. 1024 Byte Ein- und Ausgänge zusammen
- Zyklus
- ab 250 µs, ohne Distributed Clocks
So liegen die Variablen
Der Master liest den Aufbau per Scan ein (TwinCAT „Scan for boxes“, CODESYS „Geräte suchen“). Jedes Modul ist ein Steckplatz: Modul n (das erste hat n = 0) liegt immer in denselben Objekten, Eingänge unter 0x6000 + n · 0x10, Ausgänge unter 0x7000 + n · 0x10, Parameter unter 0x2000 + n · 0x10. Die Modulreihenfolge im Master muss genau dem Aufbau entsprechen (Handbuch Kap. 6.3).
Werkseinstellung: Spannung ±10 V als −32768…32767, Strom 0–20 mA als 0–65535; umschaltbare Module 4–20 mA als 0–27648.
Die Startparameter (Messbereich, Filter, Ersatzwerte) trägst du am Koppler ein: TwinCAT Box → Startup, CODESYS Reiter Startparameter.
EtherNet/IP
- Gerätedatei
- EDS XB6S_EI2002 V0.03 (generisch, am Artikel EI2002 unter „Downloads“), für KV STUDIO zusätzlich die Modular-Dateien
- IP ab Werk
- 192.168.0.120 / 255.255.255.0
- Assemblies
- Eingänge 100, Ausgänge 150, Konfiguration 151 (0 Byte)
- Prozessdaten
- je max. 504 Byte
- RPI
- 2–50 ms, Werk 30 ms
So liegen die Variablen
Die Steuerung kennt nur zwei Datenblöcke: Eingänge (Instanz 100) und Ausgänge (Instanz 150). Deren Länge trägst du als Input/Output Data Size ein – sie steht unten für deine Station. Darin liegen die Module lückenlos in Steckreihenfolge, bei eingeschaltetem Statuswort 4 Byte davor (Alarmcode und Station).
Werkseinstellung: Spannung ±10 V als −32768…32767, Strom 0–20 mA als 0–65535; umschaltbare Module 4–20 mA als 0–27648.
Modulparameter (Messbereich, Filter, Ersatzwerte) gehen mit der generischen EDS nicht aus der Steuerung, sondern nur über das IO Config Tool von Solidot.
Modbus TCP
- IP ab Werk
- 192.168.1.120 / 255.255.255.0, Port 502
- Unit-ID
- nennt das Handbuch nicht
- Funktionscodes
- 01, 02, 03, 04, 05, 06, 15, 16, 23
- Prozessdaten
- je max. 512 Byte
- Zyklus
- mindestens 1 ms
So liegen die Variablen
Jede Datenart hat einen eigenen Bereich, der bei 0 beginnt; die Module füllen ihn in Steckreihenfolge (aus dem Handbuchbeispiel hergeleitet). Ein Modul mit Ein- und Ausgängen steht also in zwei Bereichen. Maßgeblich ist die Seite Konfigurationsinformation in der Weboberfläche des Kopplers.
Werkseinstellung: Spannung ±10 V als −32768…32767, Strom 0–20 mA als 0–65535; umschaltbare Module 4–20 mA als 0–27648.
Modulparameter stellst du in der Weboberfläche ein (Browser auf die IP-Adresse), nicht über Modbus-Register.
Für Fachleute: Modbus-Bereiche laut Handbuch
| Daten | Lesen | Schreiben | Bereich (ab 0) |
|---|---|---|---|
| Digitaleingänge als Bits | FC 02 | – | 0–1023 |
| Digitalausgänge als Bits | FC 01 | FC 05, 15 | 0–1023 |
| Analogeingänge | FC 03 oder 04 | – | 0–511 |
| Analogausgänge | FC 03 ab Adresse 8192 (0x2000) | FC 06, 16 ab Adresse 0 | 0–511 |
| Digitaleingänge als 16-bit-Worte | FC 03 ab Adresse 20480 (0x5000) | – | 0–127 |
| Digitalausgänge als 16-bit-Worte | FC 03 ab Adresse 16384 (0x4000) | FC 16 ab Adresse 12288 (0x3000) | 0–127 |
| Diagnose (2 Register je Modul: Alarmcode, Kanal) | FC 03 ab Adresse 24576 (0x6000) | – | 66 Register |
Handbuch Kap. 6.5; im Handbuch stehen FC 15 und 16 als „0x15/0x16“, gemeint ist dezimal 15 und 16.
- Holding-Register 0 heißt beim Lesen (FC 03) Analogeingang 0, beim Schreiben (FC 06/16) Analogausgang 0. Analogausgänge liest du ab 8192 (0x2000) zurück.
- Adressen ab 10000 (Wortbereiche 0x3000, 0x4000, 0x5000, Diagnose 0x6000) gehen nicht in der 5-stelligen Schreibweise 40001.
Die Variablen deiner Station
Prozessdaten je Modul (PROFINET und EtherNet/IP)
| Modul | Eingänge (Byte) | Ausgänge (Byte) | Kanäle |
|---|---|---|---|
| XB6S-1600 | 2 | 0 | 16 DI |
| XB6S-3200 | 4 | 0 | 32 DI |
| XB6S-0016B | 0 | 2 | 16 DO |
| XB6S-0032B | 0 | 4 | 32 DO |
| XB6S-1616B | 2 | 2 | 16 DI, 16 DO |
| XB6S-0012J/6 | 0 | 2 | 12 DO |
| XB6S-A40V | 8 | 0 | 4 AI |
| XB6S-A80V | 16 | 0 | 8 AI |
| XB6S-A40I | 8 | 0 | 4 AI |
| XB6S-A80I | 16 | 0 | 8 AI |
| XB6S-A40VD | 8 | 0 | 4 AI |
| XB6S-A80VD | 16 | 0 | 8 AI |
| XB6S-A40ID | 8 | 0 | 4 AI |
| XB6S-A80ID | 16 | 0 | 8 AI |
| XB6S-A40 | 10 | 0 | 4 AI |
| XB6S-A80 | 18 | 0 | 8 AI |
| XB6S-A04V | 0 | 8 | 4 AO |
| XB6S-A08V | 0 | 16 | 8 AO |
| XB6S-A04I | 0 | 8 | 4 AO |
| XB6S-A08I | 0 | 16 | 8 AO |
| XB6S-A04 | 0 | 8 | 4 AO |
| XB6S-A08 | 0 | 16 | 8 AO |
| XB6S-P2000 | – | – | Einspeisung, keine Prozessdaten |
| XB6S-A40TM | 8 | 0 | 4 TM |
| XB6S-A80TM | 16 | 0 | 8 TM |
| XB6S-PC80 | 64 | 2 | 8 Zähler |
| XB6S-PL20 | 34 | 20 | 2 Geber HTL |
| XB6S-PL20D | 34 | 20 | 2 Geber TTL |
| XB6S-PS20D | 26 | 2 | 2 Geber SSI |
| XB6S-PT04A | 48 | 56 | 4 Achsen |
| XB6S-C01SP | 32 | 32 | Seriell |
Die Umschalt-Analogmodule A40/A80 haben 2 Byte mehr für die Drahtbrucherkennung.
- Prozessdaten je Modul aus GSDML V2.43 und EI-Handbuch Kap. 6.5.1 (stimmen überein). Die Kanalzuordnung Kanal n = Bit n mod 8 in Byte n div 8 ist hergeleitet.
- Das Einspeisemodul P2000 belegt keine Prozessdaten und keinen Steckplatz in GSDML und ESI.
- Zähler, Encoder, Pulsausgang, Temperatur und seriell: Lage der Variablen aus GSDML, ESI und EtherNet/IP-Modulbeschreibung (Status- und Steuerwörter vorn, dann die Werte). Wie diese Module am Modbus-TCP-Koppler liegen, beschreibt das Handbuch nicht.
- C01SP: Hier steht die Werkseinstellung mit 32 Byte; mit 64, 128 oder 255 Byte verschieben sich die Adressen der Module dahinter.
Quelle: XB6S-PN2002 V1.22, -EC2002 V1.40, -EI2002 V1.20, -MT2002 V1.10 (Kap. 6), GSDML V2.43 (22.06.2026), ESI EcatTerminal-bus V3.0.13, EDS XB6S_EI2002 V0.03.
Erste Schritte mit der Solidot XB6S
Die XB6S ist ein Slice-I/O: ein Buskoppler für dein Netzwerk und bis zu 32 schmale E/A-Module rechts daneben. Die Hardware ist bei allen vier Kopplern gleich, nur das Einbinden in die Steuerung hängt vom Bus ab. Wähl deinen Koppler – dann siehst du nur die Schritte, die für dich gelten.
Montage, Verdrahtung und Drehschalter nur ohne Spannung (Handbuch Kap. 4.1).
Schutzart IP20: Die Station gehört in einen Schaltschrank.
Systemversorgung (Koppler, P2000) und Feldversorgung (Klemmen an den Modulen) getrennt führen und nicht mischen; sicher erden (Handbuch Kap. 5.2).
Nur Kupferleitungen, Leitung für 80 °C.
Welchen Buskoppler hast du?
1Station planen: Module, Reihenfolge, BusstromPflicht
Links sitzt der Koppler, rechts davon die E/A-Module in beliebiger Reihenfolge – bis zu 32 Module. Ganz rechts kommt die Endabdeckung (Pflicht).
Koppler und Module sprechen über den Rückwandbus. Der Koppler liefert dafür 5 V mit höchstens 2 A. Brauchen die Module mehr, setzt du ein Einspeisemodul XB6S-P2000 dazwischen: Es versorgt die Module rechts davon wieder mit 2 A.
Im Anschlussplan steckst du deine Station zusammen. Unter der Modulkette steht die Strombilanz je Abschnitt, im Reiter Feldbus stehen danach alle Variablen.
Busstrom einiger Module (5 V)
Modul Busstrom XB6S-1600 / 3200 80 / 100 mA XB6S-0016B / 0032B / 1616B 90 / 110 / 100 mA XB6S-0012J/6 100 mA XB6S-A80V 260 mA XB6S-A80VD / A80ID 210 mA XB6S-A80 100 mA XB6S-A08V / A08I / A08 100 mA Die Grenze 2 A je Abschnitt ist aus den Gerätedaten hergeleitet; eine Regel nennt das Handbuch nicht. Ab 90 % Last leuchtet am Koppler bzw. P2000 die LED OVR.
Quelle: Handbuch Kap. 1.3, 3.1.3, 3.4
2Auf die Hutschiene setzenPflicht
Hutschiene 35 mm, Station senkrecht mit mindestens 50 mm Luft über und unter den Modulen.
Von links nach rechts: Koppler, Module (mit P2000 dazwischen, wo nötig), Endabdeckung. Jedes Teil einzeln einrasten (Klick) und seitlich an das vorige schieben, bis die Fronten bündig sind.
Zum Schluss links neben den Koppler und rechts neben die Endabdeckung je einen Endhalter setzen und festschrauben.
Ausbauen: Endhalter lösen, Rastung oben und unten mit einem Schlitzschraubendreher öffnen, Modul nach vorn abnehmen (Handbuch Kap. 4.3).
Quelle: Handbuch Kap. 4
3Versorgung anschließenPflicht
Systemversorgung: 24 V DC an 24V, 0V und Erde des Kopplers (3-polig, Federklemme), ebenso an jedes P2000.
Feldversorgung: Ausgangsmodule, Relaismodule und Analogausgänge bekommen 24 V an eigenen Klemmen (Reihe 8/9 unten). Eingangsmodule brauchen keine – dort legst du COM an 0 V (PNP) oder +24 V (NPN).
System- und Feldversorgung getrennt führen, auch wenn beide aus demselben Netzteil kommen.
Verdrahtung „Versorgung 24 V“ zeigenVerdrahtung „Feldversorgung Ausgänge“ zeigenVerdrahtung „Feldversorgung Analogausgänge“ zeigenVerdrahtung „Einspeisung P2000“ zeigen
Quelle: Handbuch Kap. 3.1.4, 3.2.4, 5.2
4Ein- und Ausgänge verdrahtenPflicht
Alle Signalklemmen sind Federklemmen (Push-in) für 0,3–1,0 mm². Leitung 10 mm abisolieren; feindrähtig mit Aderendhülse oder Drücker betätigen. Lösen mit einem Schlitzschraubendreher bis 3 mm.
Digitaleingänge: eine Logik je Modul – PNP mit COM an 0 V, NPN mit COM an +24 V. Digitalausgänge schalten +24 V (PNP), je Kanal bis 0,5 A.
Analogsignale mit geschirmter, verdrillter Leitung; Schirm an SHIELD. Am umschaltbaren A40/A80 brauchst du für Strom eine Brücke AIx1–COM.
Verdrahtung „PNP-Geber“ zeigenVerdrahtung „Lasten an Y00, Y01“ zeigenVerdrahtung „Messumformer 4–20 mA, 2-Leiter“ zeigenVerdrahtung „Strom an Kanal 1“ zeigen
Quelle: Handbuch Kap. 3.2.4, 3.3.7, 5.2
5Einschalten und LEDs prüfenPflicht
Nach dem Einschalten leuchtet am Koppler PWR. OVR muss aus bleiben, sonst ist der Rückwandbus überlastet.
Solange die Steuerung noch keine Daten tauscht, blinkt IOR mit 1 Hz und an den Modulen SYS mit 1 Hz. Das ist richtig – weiter mit deinem Bus.
LED Bedeutung PWR an Versorgung in Ordnung OVR an Rückwandbus ≥ 90 % belastet: P2000 einsetzen IOR 1 Hz wartet auf die Steuerung IOR an Prozessdaten laufen IOE an Fehler am Rückwandbus (Modul, Steckverbindung) Quelle: Handbuch Kap. 3.1.2, 3.2.2
6PROFINET: GSDML installieren und Station erkennenPROFINETPflicht
In TIA Portal
GSDML-ZIP vom Artikel XB6S-PN2002 (Reiter „Downloads“) entpacken. Extras → Gerätebeschreibungsdateien (GSD) verwalten, Ordner wählen, GSDML-V2.43-sDot-XB6S-PN2002 installieren.
In der Gerätesicht die Steuerung markieren, Online → Hardware-Erkennung → PROFINET-Geräte im Netzwerk, Schnittstelle wählen, Suche starten.
Den Koppler anhaken und Gerät hinzufügen: TIA übernimmt alle gesteckten Module in Steckplatz 1, 2, 3 … in der richtigen Reihenfolge.
In der Netzsicht am Koppler „Nicht zugeordnet“ anklicken und die PROFINET-Schnittstelle der Steuerung wählen.
Das Einspeisemodul P2000 erscheint nicht in TIA: Es hat keine Prozessdaten.
Quelle: PN-Handbuch Kap. 6.5.1
7PROFINET: Gerätenamen zuweisen und ladenPROFINETPflicht
Gerätename
Rechtsklick auf die Verbindung zwischen Steuerung und Koppler → Gerätenamen zuweisen.
Liste aktualisieren und den Koppler an der MAC-Adresse erkennen (Aufdruck unter dem QR-Code), Name zuweisen. Der Status muss „OK“ zeigen.
Übersetzen und in die Steuerung laden, danach den Koppler einmal aus- und einschalten.
Online verbinden: Steuerung und Koppler grün, am Koppler leuchtet IOR dauerhaft und BF ist aus.
Eine IP-Adresse stellst du nicht am Koppler ein, sie vergibt die Steuerung. Die GSDML schlägt als Namen „pnio“ vor.
Quelle: PN-Handbuch Kap. 6.5.1
8PROFINET: Parameter und erstes SignalPROFINETPflicht
Messbereich, Filter und Ersatzwerte stellst du je Modul in der Gerätesicht ein: Modul markieren → Eigenschaften → Baugruppenparameter. Danach erneut laden und die Station aus- und einschalten.
Zum Testen eine Beobachtungstabelle anlegen und die Adressen eintragen. Welche Adresse jeder Kanal hat, steht im Reiter Feldbus – für deine Station und deine Anfangsadresse.
Parameter Wert Bedeutung Analog Spannung 0–10 V = 0–27648 Werkseinstellung am PN2002 Analog Strom 4–20 mA = 0–27648 Werkseinstellung am PN2002 Digitalausgänge Preset Low bei Busausfall auf 0 Der Koppler kann als MRP-Client in einem Ring laufen; die Ansprechüberwachungszeit dann über 200 ms stellen (PN-Handbuch Kap. 6.3).
Quelle: PN-Handbuch Kap. 6.1, 6.5.1; GSDML V2.43
9EtherCAT: ESI-Datei installierenEtherCATPflicht
Die ESI-Datei findest du am Artikel XB6S-EC2002 unter „Downloads“. Sie liegt in zwei Fassungen bei: _BOOL zeigt jeden Digitalkanal einzeln, _UINT fasst 16 Kanäle zu einem Wort zusammen. Installier nur eine davon, beide haben dieselbe Gerätekennung.
Software So installierst du die ESI TwinCAT 3 Datei nach C:\TwinCAT\3.1\Config\Io\EtherCAT kopieren, TwinCAT neu starten CODESYS Tools → Geräte-Repository → Installieren Sysmac Studio EtherCAT-Master rechts → ESI-Bibliotheken anzeigen → Installieren (Datei) Das Kabel vom Master steckt immer in IN, OUT geht zum nächsten Gerät.
Quelle: EC-Handbuch Kap. 6.3; ESI V3.0.13
10EtherCAT: Strang einlesenEtherCATPflicht
Reihenfolge und Typ der Module im Master müssen genau dem Aufbau entsprechen (EC-Handbuch Kap. 6.3).
So kommt die Station in den Master
TwinCAT: I/O → Devices → Scan, Netzwerkkarte wählen, „Scan for boxes“ und „Free Run“ bestätigen. Der Koppler erscheint als Box mit allen Modulen.
CODESYS: EtherCAT-Master anhängen, einloggen, am Master Geräte suchen → „Alle Geräte ins Projekt kopieren“.
Sysmac Studio: Koppler aus der Toolbox einfügen, unter „Modulkonfiguration bearbeiten“ die Module in Steckreihenfolge eintragen und die Knotenadresse schreiben.
Quelle: EC-Handbuch Kap. 6.3
11EtherCAT: Startparameter und erstes SignalEtherCATPflicht
Messbereich, Filter und Ersatzwerte trägst du als Startparameter am Koppler ein: Modul n (das erste hat n = 0) unter 0x2000 + n · 0x10. TwinCAT: Box → Startup → New; CODESYS: Reiter Startparameter. Danach neu laden und die Station aus- und einschalten.
Im Reiter Feldbus stehen für deine Station alle Objekte (Index:Subindex) und Parameterobjekte.
Parameter Wert Bedeutung Analog Spannung ±10 V = −32768…32767 Werkseinstellung am EC2002 Analog Strom 0–20 mA = 0–65535 Werkseinstellung am EC2002 Analogausgänge Clear bei Busausfall auf 0 RUN dauerhaft an = OP. Blinkt ERR mit 2,5 Hz, passt die Konfiguration nicht zum Aufbau (hergeleitet).
Quelle: EC-Handbuch Kap. 6.1, 6.3; ESI V3.0.13
12EtherNet/IP: IP-Adresse einstellenEtherNet/IPPflicht
Ab Werk hat der Koppler 192.168.0.120. Die letzte Stelle stellst du am einfachsten mit den Drehschaltern ×100, ×10, ×1 ein (001–254, nur ohne Spannung), z. B. 0-2-1 für 192.168.0.21.
Andere Netze stellst du mit dem IO Config Tool von Solidot ein: Geräte scannen, Koppler → Parameter → Netzwerkparameter, senden und den Koppler neu starten.
Drehschalter IP-Adresse 000 (Werk) 192.168.0.120 bzw. zuletzt per Software eingestellt 001–254 192.168.0.xxx (obere Stellen aus der Software-Einstellung) 255–999 wie beim letzten Start Reset-Taste oben am Koppler 3 s halten: IP-Adresse, Parameter und gespeicherte Modulkette zurück auf Werkseinstellung (EI-Handbuch Kap. 6.2).
Quelle: EI-Handbuch Kap. 3.1.2, 6.1, 6.2
13EtherNet/IP: Module mit dem IO Config Tool einstellenEtherNet/IPOptional
Messbereiche, Filter und Ersatzwerte stellst du mit der generischen EDS nicht aus der Steuerung ein, sondern im IO Config Tool: Modul wählen, Parameter ändern, absenden.
Dort legst du auch fest, ob das Statuswort (4 Byte vor den Eingängen) mitgeschickt wird und was die Ausgänge im Zustand IDLE tun. Mit „Konfiguration speichern“ merkt sich der Koppler die Modulkette und meldet später fehlende Module.
Das IO Config Tool liegt unten auf dieser Seite unter Downloads.
Quelle: EI-Handbuch Kap. 6.3, 6.6.1
14EtherNet/IP: In der Steuerung einbindenEtherNet/IPPflicht
Allgemein (Beispiel im Handbuch: Keyence KV STUDIO)
EDS-Datei XB6S_EI2002_V0.03 (am Artikel XB6S-EI2002 unter „Downloads“) in der Steuerungssoftware registrieren.
Koppler mit seiner IP-Adresse einfügen, Verbindung Exclusive Owner.
Input Data Size und Output Data Size eintragen – die Werte für deine Station stehen im Reiter Feldbus.
RPI wählen (2–50 ms, Werk 30 ms), übertragen, Steuerung in RUN.
Die Daten liegen in Steckreihenfolge lückenlos hintereinander; welches Byte zu welchem Kanal gehört, zeigt der Reiter Feldbus.
Für KV STUDIO gibt es zusätzlich die Modular-Dateien: Dann trägst du die Module einzeln ein und stellst die Parameter aus der Steuerung ein.
Quelle: EI-Handbuch Kap. 6.5, 6.6.2; EDS V0.03
15Modbus TCP: IP-Adresse einstellenModbus TCPPflicht
Ab Werk hat der Koppler 192.168.1.120, Port 502. Die letzte Stelle stellst du mit den Drehschaltern ×100, ×10, ×1 ein (001–254, nur ohne Spannung).
Andere Netze stellst du in der Weboberfläche ein: PC ins Netz 192.168.1.x, Browser auf die IP-Adresse, unten „Netzwerkparameter“, speichern und neu starten.
Drehschalter IP-Adresse 000 (Werk) 192.168.1.120 bzw. in der Weboberfläche eingestellt 001–254 192.168.1.xxx (obere Stellen aus der Weboberfläche) 255–999 gespeicherte bzw. Werks-IP Reset-Taste oben am Koppler 3 s halten, bis IOR und IOE kurz aufleuchten: IP-Adresse und Parameter zurück auf Werkseinstellung (MT-Handbuch Kap. 6.2).
Verdrahtung „PC zum Einstellen“ zeigen
Quelle: MT-Handbuch Kap. 3.1.2, 6.1, 6.2
16Modbus TCP: Station in der Weboberfläche prüfenModbus TCPPflicht
Die Übersicht zeigt die gesteckten Module mit ihren LEDs. Ein Klick auf ein Modul öffnet seine Parameter (Filter, Ersatzwerte, Messbereich) – absenden, fertig.
Unter Konfigurationsinformation steht die Adresstabelle jedes Moduls. Sie ist maßgeblich; der Reiter Feldbus rechnet dieselben Adressen aus deiner geplanten Station vor.
Parameter lassen sich nicht ändern, solange ein Master Prozessdaten austauscht (MT-Handbuch Kap. 6.6.1).
Quelle: MT-Handbuch Kap. 6.3, 6.6.1
17Modbus TCP: Master einrichtenModbus TCPPflicht
Im Master (SPS, HMI oder CODESYS) den Koppler mit IP-Adresse und Port 502 anlegen, Antwortzeit z. B. 1000 ms.
Dann je Datenart einen Auftrag: Digitaleingänge mit FC 02, Digitalausgänge mit FC 15, Analogeingänge mit FC 04, Analogausgänge mit FC 16 – Startadresse und Anzahl für deine Station stehen im Reiter Feldbus unter „Alles auf einmal“.
Holding-Register 0 ist beim Lesen Analogeingang 0 und beim Schreiben Analogausgang 0. Analogausgänge liest du ab 8192 zurück.
Diagnose: FC 03 ab 24576 (0x6000), je Modul zwei Register (Alarmcode, Kanal).
Eine Unit-ID nennt das Handbuch nicht.
Quelle: MT-Handbuch Kap. 6.4.2, 6.5, 6.6.2
18Zähler, Geber, Temperatur, Pulsausgang, seriell: was du einstellen musstOptional
Die Sondermodule tun ab Werk wenig von selbst: Meist fehlt ein Freigabe-Bit oder eine Betriebsart. Parameter stellst du wie bei den anderen Modulen ein (PROFINET: Baugruppenparameter, EtherCAT: Startparameter, EtherNet/IP: IO Config Tool, Modbus TCP: Weboberfläche). Danach das Modul bzw. die Station neu einschalten.
Wo Zählwerte, Status- und Steuerwörter in deiner Steuerung liegen, zeigt der Reiter Feldbus.
PT04A: Safe Mode steht ab Werk auf „weiterlaufen“ – fällt die Kommunikation aus, fahren die Achsen weiter. Für Anlagen mit Gefährdung auf „verzögert anhalten“ stellen.
Modul Damit es läuft Ab Werk A40TM / A80TM Sensortyp für das ganze Modul wählen (z. B. TC K); Messwert in 0,1 °C PT100, Vergleichsstelle intern PC80 Bit „CH[n] Enable“ setzen; löschen mit „CH[n] Clear Data“ alle Kanäle gesperrt, Filter 7 PL20 / PL20D Bit 0 „Enable“ im Steuerwort des Gebers setzen; Parameter gelten erst danach A/B ×1, Netzausfallspeicher ein PS20D Rahmenlänge, MSB/LSB, Gray/binär und Takt an den Geber anpassen 13 bit, Gray, 2 MHz PT04A Rampen und Geschwindigkeit schreiben, Betriebsart im Steuerwort, dann Bit 4 „Start“ von 0 auf 1 Puls/Richtung, Safe Mode „weiterlaufen“ C01SP Communication Mode (z. B. 1 = Modbus-RTU-Master), Schnittstelle und Aufträge (Node-Parameter) keine Funktion (Mode 0), 32 Byte Nach dem Einschalten zeigt das PT04A den Fehlercode 0x0601, bis gültige Rampen und Geschwindigkeiten geschrieben sind.
PL20/PL20D: Der Netzausfallspeicher ist ab Werk an, ein eingestellter Startwert wirkt dann nicht.
Verdrahtung „Drehgeber HTL an Geber 0“ zeigenVerdrahtung „Schrittmotortreiber an Achse 0“ zeigenVerdrahtung „RS-485 an Modbus-Gerät“ zeigenVerdrahtung „Pt100 3-Leiter an Kanal 1“ zeigen
Quelle: Modulhandbücher PC80 V1.11, PL20 V1.11, PL20D V1.09, PS20D V1.17, PT04A V1.14, C01SP V1.10, T V1.19 (Kap. 6–7)
19Wenn etwas nicht läuft: FehlercodesOptional
Die Koppler melden Fehler der Module mit denselben Codes – PROFINET als Alarm in TIA, EtherCAT als Emergency im Master, EtherNet/IP im Statuswort, Modbus TCP ab Register 24576.
Code Bedeutung Abhilfe 0x00C5 Feldspannung am Modul fehlt 24V/0V am Modul anschließen 0x0184 Kanalwert außerhalb des Bereichs Signal und Messbereich prüfen 0x01C0 Parameterfehler Modulparameter prüfen 0x0FC1–0x0FC4 Rückwandbus: Start, Zeitüberschreitung, Modul getrennt, Prüfsumme Module bündig stecken, Störquellen prüfen 0x2040 Drahtbruch am Temperaturmodul Verdrahtung prüfen Bei einem Modulfehler stoppt der Rückwandbus ab Werk den Datenaustausch aller Module, bis der Fehler weg ist. Mit dem Kopplerparameter „interaktiv“ laufen die Module vor dem fehlerhaften weiter.
Quelle: Handbücher Kap. 6.1, 6.2 bzw. 6.4
Stand 1.1 · 04.10.2026 · Quelle: XB6S User Manual: PN2002 V1.22, EC2002 V1.40, EI2002 V1.20, MT2002 V1.10 (Kap. 1–5 in allen vier gleich, Kap. 6 je Bus); GSDML V2.43, ESI V3.0.13, EDS V0.03. Menünamen in TIA Portal in der deutschen Oberfläche, das Handbuch zeigt die englische. Maßgeblich sind das Herstellerhandbuch und die geltenden Normen; Installation und Inbetriebnahme nur durch eine Elektrofachkraft.
Maße und Montage
Die Station sitzt senkrecht auf einer 35-mm-Hutschiene: Koppler links, die Module rechts daneben, ganz rechts die Endabdeckung. Die Zeichnung zeigt deine Station aus dem Anschlussplan, projiziert aus den 3D-Modellen von Solidot.
Stecker und Leitungen
Versorgung 24V · 0V · ⏚ (Koppler, P2000)
- Ausführung
- 3-polig, Federkraft (Push-in)
- Querschnitt
- 0,3–1,5 mm² (22–16 AWG)
- Abisolieren
- 10 mm
Signale (E/A-Module)
- Ausführung
- Federkraft (Push-in), oben 16-polig und unten 20-polig bzw. nur unten 20-polig
- Querschnitt
- 0,3–1,0 mm² (22–17 AWG)
- Abisolieren
- 10 mm
Netzwerk X1/X2 bzw. IN/OUT
- Ausführung
- 2 × RJ45, Cat5 oder besser, geschirmt (STP) empfohlen, max. 100 m
Aderendhülsen mit Kunststoffkragen, Hülsenlänge 10 mm: E0310 (0,3 mm²), E0510 (0,5), E7510 (0,75), E1010 (1,0), E1510 (1,5 mm², nur Versorgung).
Nur Kupferleitungen für 80 °C. Querschnitte, Hülsen und Abisolierlänge: Handbuch Kap. 5.1 und 5.2.
Montage Schritt für Schritt
1Einbauort wählen
Schutzart IP20: Die Station gehört in einen Schaltschrank.
Die Station senkrecht auf eine waagrechte Hutschiene setzen (35 × 7,5 mm oder 35 × 15 mm) und 50 mm Luft über und unter den Modulen lassen. Die Leitungen laufen nach oben und unten weg.
Betriebstemperatur −20 bis 60 °C; ab 45 °C dürfen die Transistorausgänge weniger Strom liefern, ab 50 °C die Relais.
2Station aufsetzen
Montage nur ohne Spannung.
Koppler auf die Hutschiene setzen und einrasten (Klick).
Jedes Modul einzeln einrasten und nach links an das vorige schieben, bis die Rückwandkontakte stecken und die Fronten bündig sind. Ein P2000 kommt vor das erste Modul, das es versorgen soll.
Ganz rechts die Endabdeckung aufsetzen – sie ist Pflicht.
Links neben den Koppler und rechts neben die Endabdeckung je einen Endhalter setzen und festschrauben.
3Modul tauschen
Spannung abschalten, Endhalter lösen.
Die Module rechts des gesuchten Moduls ein Stück nach rechts schieben.
Die Rastung oben und unten mit einem Schlitzschraubendreher öffnen und das Modul nach vorn abnehmen.
Neues Modul einrasten, Station wieder zusammenschieben, Endhalter festschrauben.
4Leitungen anschließen
Ader 10 mm abisolieren. Feindrähtige Leitungen bekommen eine Aderendhülse mit 10 mm Hülsenlänge, starre Einzeldrähte steckst du direkt ein.
Zum Lösen den Drücker mit einem Schlitzschraubendreher (bis 3 mm) betätigen.
Signalklemmen nehmen 0,3–1,0 mm², die Versorgungsklemme an Koppler und P2000 0,3–1,5 mm².
Verdrahtung „Versorgung 24 V“ zeigenVerdrahtung „PNP-Geber“ zeigen
Stand 1.0 · 04.10.2026 · Quelle: XB6S User Manual (PN2002 V1.22) Kap. 3.1.3, 3.2.3.5, 3.3.3.5, 3.4, 3.6 und 4; Solidot-3D-Modelle XB6S V1.02. Maßgeblich sind das Herstellerhandbuch und die geltenden Normen; Installation nur durch eine Elektrofachkraft.
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Downloads
Handbuch und Gerätedatei (GSDML, ESI bzw. EDS) deines Buskopplers findest du am Artikel des Kopplers unter „Downloads“:
Die Handbücher der Sondermodule (Temperatur, Zähler, Encoder, Pulsausgang, seriell) hängen ebenso an ihren Artikeln.
Hier für die ganze Serie: 2D- und 3D-Zeichnungen, EPLAN-Makros und das IO Config Tool: