Frequenzumrichter · Quick Start Guide
M-Driver M980 – Erstinbetriebnahme
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Erstinbetriebnahme des M980 IP66-Frequenzumrichters für Asynchron- und Synchronmotoren. Steuerung über Bedientafel, Klemmen oder Modbus RTU.
IP66 · Schutzart
2 DI (NPN) · 1 AI · 2 Relais
Modbus RTU (RS-485)
Sicherheitshinweis vor der Inbetriebnahme
Vor jeder Verdrahtung die Netzspannung allpolig abschalten und gegen Wiedereinschalten sichern.
Der M980 arbeitet mit gefährlichen Spannungen bis 400 V AC. Auch nach dem Abschalten kann
der DC-Bus noch mehrere Minuten unter Spannung stehen – vor Arbeiten an den Leistungsklemmen
mindestens 5 Minuten warten und die Spannung mit einem Messgerät prüfen.
Der M980 ist in Schutzart IP66 ausgeführt – zur Sicherstellung der Schutzart
müssen alle Kabelverschraubungen fest angezogen sein.
Mindestmontageabstände einhalten: seitlich ≥ 10 mm, oben/unten ≥ 200 mm.
Das vollständige Handbuch (980 Series High Protection Inverter User Manual) muss vor
der Inbetriebnahme gelesen werden.
Gruppe F8 – Motorsteuerungs-Parameter
| Parameter | Bezeichnung | Einzustellender Wert | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| F8-00 | Motor-Nennleistung | Laut Typenschild | Nennleistung in kW vom Motortypenschild |
| F8-01 | Motor-Nennspannung | Laut Typenschild | Nennspannung in V (z. B. 230 V oder 400 V) |
| F8-02 | Motor-Nennstrom | Laut Typenschild | Nennstrom in A – Basis für Motorschutz |
| F8-03 | Motor-Nennfrequenz | 50,0 Hz | Nennfrequenz laut Typenschild (EU: 50 Hz) |
| F8-04 | Motor-Nenndrehzahl | Laut Typenschild | Nenndrehzahl in U/min (z. B. 1460 rpm) |
| F8-06 | Motorsteuerungs-Modus | 0 oder 1 | 0 = V/F-Steuerung (Standard); 1 = Sensorlose Vektorregelung Async. (IMSVC); 2 = Sensorlose Vektorregelung Sync. (FMSVC) |
Parameteridentifikation bei Vektorregelung:
Bei
F8-06 = 1 oder F8-06 = 2 empfiehlt sich eine
Motor-Parameteridentifikation. Dazu F8-07 = 1 (statisch, Motor kann nicht frei drehen)
oder F8-07 = 2 (dynamisch, Motor dreht frei ohne Last) setzen und den
Startbefehl geben. Der Umrichter ermittelt automatisch Stator-/Rotorwiderstand und
Induktivitäten. Nach Abschluss kehrt F8-07 auf 0 zurück.
F0-00 – Befehlsquelle
0
Bedientafel — RUN/STOP-Taste am Gerätepanel
Werkseinstellung. Einfachster Start für den ersten Test.
Werkseinstellung. Einfachster Start für den ersten Test.
1
Klemmsteuerung — Start/Stop über DI3/DI4
Steuerung über digitale Eingangsklemmen. Schritt 5 für DI-Konfiguration beachten.
Steuerung über digitale Eingangsklemmen. Schritt 5 für DI-Konfiguration beachten.
2
Kommunikation (Modbus RTU) — Steuerung per RS-485
Start/Stop über Register 0x0002. Schritt 6 für Modbus-Konfiguration beachten.
Start/Stop über Register 0x0002. Schritt 6 für Modbus-Konfiguration beachten.
STOP-Taste immer aktiv:
Per Werkseinstellung ist
F0-20 = 1 gesetzt — die STOP-Taste am Panel
ist in allen Betriebsmodi aktiv (auch bei Klemmen- oder Kommunikationssteuerung).
Für Notfälle stets zugänglich.
F0-01 – Haupt-Frequenzquelle
0
Parameterwert F0-16 — fester digitaler Sollwert
Frequenz direkt als Zahlenwert in F0-16 eintragen (Std: 50,0 Hz). Per UP/DOWN-Tasten im Betrieb anpassbar.
Frequenz direkt als Zahlenwert in F0-16 eintragen (Std: 50,0 Hz). Per UP/DOWN-Tasten im Betrieb anpassbar.
1
Poti am Bedientafel — analoges Einstellen am Panel
Werkseinstellung. Sollwert über das integrierte Potentiometer am Gerät.
Werkseinstellung. Sollwert über das integrierte Potentiometer am Gerät.
2
AI1 — externer Analogeingang
Spannung (0–10 V) oder Strom (0/4–20 mA) an Klemme AI1. Format über F0-07 festlegen.
Spannung (0–10 V) oder Strom (0/4–20 mA) an Klemme AI1. Format über F0-07 festlegen.
8
Kommunikation (Modbus RTU) — Sollwert per RS-485
Frequenzsollwert über Sonderregister 0x0001 schreiben (10000 = 100 % = Maximalfrequenz).
Frequenzsollwert über Sonderregister 0x0001 schreiben (10000 = 100 % = Maximalfrequenz).
Analogeingang konfigurieren (bei F0-01 = 2)
| Parameter | Bezeichnung | Wert (Einerstelle) | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| F0-07 | AI1-Signalformat | 0 | 0 = 0–10 V; 1 = 0–20 mA; 2 = 4–20 mA; 3 = 20–4 mA; 4 = 20–0 mA; 5 = 10–0 V Einerstelle von F0-07 = AI1-Format |
| F0-09 | Obere Frequenzgrenze | 50,0 Hz | Maximale Ausgangsfrequenz (entspricht 100 % Sollwert) |
| F0-10 | Untere Frequenzgrenze | 0,0 Hz | Minimale Ausgangsfrequenz (entspricht 0 % Sollwert) |
Gruppe F0 / F3 – Beschleunigungs- und Bremszeiten
| Parameter | Bezeichnung | Einzustellender Wert | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| F0-04 | Hochlaufzeit 1 | Modellabh. (s) | Zeit von 0 Hz auf obere Grenzfrequenz (F0-09). Bereich: 0–500,0 s |
| F0-05 | Bremszeit 1 | Modellabh. (s) | Zeit von oberer Grenzfrequenz auf 0 Hz. Bereich: 0–500,0 s |
| F0-08 | Stoppverhalten | 0 | 0 = Rampe (Auslauf gemäß Bremszeit); 1 = Freilauf (Ausgang sofort sperren) |
| F3-08 | Rampenform | 0 | 0 = Lineare Rampe; 1 = S-Kurve (sanftes An-/Auslaufen). Bei S-Kurve: F3-09 und F3-10 anpassen |
Kein eingebauter Brems-Chopper!
Der M980 verfügt über keinen integrierten Brems-Chopper. Bei generatorischen Lasten (z. B. Krane, schnell stoppende Lüfter) kann die DC-Busspannung beim Bremsen übermäßig ansteigen und zum Überspannungsfehler führen. In diesem Fall einen externen Brems-Chopper mit Bremswiderstand zwischen den DC-Bus-Klemmen (+) und (–) anschließen. Bremszeit ggf. verlängern.
Der M980 verfügt über keinen integrierten Brems-Chopper. Bei generatorischen Lasten (z. B. Krane, schnell stoppende Lüfter) kann die DC-Busspannung beim Bremsen übermäßig ansteigen und zum Überspannungsfehler führen. In diesem Fall einen externen Brems-Chopper mit Bremswiderstand zwischen den DC-Bus-Klemmen (+) und (–) anschließen. Bremszeit ggf. verlängern.
Klemmenübersicht Steueranschlüsse
Nur 2 physische Digitaleingänge – NPN-only!
Der M980 hat ausschließlich die Klemmen DI3 und DI4 als physische Digitaleingänge. Die Parameter F1-00 (DI1) und F1-01 (DI2) existieren im Menü, haben jedoch keine physische Klemme. Die Eingänge sind nur für NPN-Signale (minusschaltend) ausgelegt. Für SPS mit PNP-Ausgängen werden Koppelrelais benötigt.
Der M980 hat ausschließlich die Klemmen DI3 und DI4 als physische Digitaleingänge. Die Parameter F1-00 (DI1) und F1-01 (DI2) existieren im Menü, haben jedoch keine physische Klemme. Die Eingänge sind nur für NPN-Signale (minusschaltend) ausgelegt. Für SPS mit PNP-Ausgängen werden Koppelrelais benötigt.
| Klemme | Funktion | Hinweis |
|---|---|---|
| +V | DC-Versorgung für DI-Schaltkreis | 5 V / 10 V / 24 V wählbar über F0-06 (Standard: 10 V) |
| DI3 | Digitaleingang 3 (physisch) | Funktion über F1-02. Standard: Mehrstufe Bit 1 |
| DI4 | Digitaleingang 4 (physisch) | Funktion über F1-03. Standard: Mehrstufe Bit 2 |
| COM | Gemeinsame Masse DI | Mit dem Minuspol des NPN-Ausgangs verbinden |
| AI1 | Analogeingang 1 | 0–10 V / 0–20 mA / 4–20 mA je nach F0-07 |
| GND | Analoge Masse | Bezugspotential für AI1 und AO1 |
| AO1 | Analogausgang 1 | Funktion über F1-28. Standard: Ausgangsfrequenz |
| RA/RB/RC | Relais 1 | Funktion über F1-08. Standard: Umrichter läuft (Wert 1). RA-RB = NO, RA-RC = NC |
| RA2/RB2/RC2 | Relais 2 | Funktion über F1-09. Standard: Umrichter-Fehler (Wert 2) |
| RS485+ / RS485− | Modbus RTU | RS-485-Bus für Modbus RTU. Leitungsabschluss am letzten Teilnehmer erforderlich |
Gruppe F1 – DI-Funktionszuweisung
| Parameter | Klemme | Typische Belegung | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| F1-02 | DI3 | 1 = FWD | 1 = Vorwärts; 2 = Rückwärts; 5 = JOG FWD; 7 = Fehler-Reset; 8–10 = Mehrstufe Bit 1–3 |
| F1-03 | DI4 | 2 = REV | Identische Optionen wie F1-02. Typisch: REV oder Fehler-Reset |
| F1-06 | – | 0 | Klemmenbetrieb-Modus: 0 = Zweileiter 1 (FWD/REV getrennt aktiv); 1 = Zweileiter 2; 2/3 = Dreileiter |
Zweileiter-Modus (F1-06 = 0):
DI3 = FWD (
F1-02 = 1), DI4 = REV (F1-03 = 2) — jeweils
Schließerkontakt gegen COM. Gleichzeitiges Schließen beider Eingänge stoppt den Umrichter.
Befehlsquelle auf F0-00 = 1 (Klemmensteuerung) setzen.
Gruppe F7 – Kommunikationsparameter
| Parameter | Bezeichnung | Einzustellender Wert | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| F0-00 | Befehlsquelle | 2 | Auf Kommunikation umschalten, damit Start/Stop über Modbus möglich ist |
| F0-01 | Haupt-Frequenzquelle | 8 | Auf Kommunikation umschalten, damit Frequenzsollwert über Modbus möglich ist |
| F7-00 | Geräteadresse | 1–249 | Eindeutige Slave-Adresse im Bus. Werkseinstellung: 1 |
| F7-01 | Baudrate | 0 = 9600 | 0 = 9600; 1 = 19200; 2 = 38400; 3 = 57600; 4 = 115200 bps |
| F7-02 | Datenformat | 3 = 8-N-1 | 3 = 8-N-1 (Standard); 0 = 8-N-2; 1 = 8-E-1; 2 = 8-O-1 |
| F7-03 | Kommunikations-Timeout | 0,0 s | 0,0 = deaktiviert. Bei Überschreitung: Fehler Err16 |
Sonderfunktions-Register (Schreiben, FC 06)
| Bezeichnung | Hex-Adresse | Dez.-Adresse | Beispielwert | Bedeutung |
|---|---|---|---|---|
| Frequenzsollwert | 0x0001 | 1 | 5000 | −10000–+10000; 10000 = 100 % = Maximalfrequenz (F0-09). Beispiel: 5000 = 50 % |
| Steuerbefehl | 0x0002 | 2 | 1 | 1 = Vorwärts; 2 = Rückwärts; 5 = Freilaufstopp; 6 = Rampenstopp; 7 = Fehler-Reset |
Wichtige Holding-Register (Lesen/Schreiben, FC 03/06)
| Bezeichnung | Hex-Adresse | Dez.-Adresse | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Befehlsquelle | 0xF000 | 61440 | F0-00: 0=Panel; 1=Klemme; 2=Modbus |
| Frequenzquelle | 0xF001 | 61441 | F0-01: 0=F0-16; 1=Poti; 2=AI1; 8=Kommunikation |
| Hochlaufzeit 1 | 0xF004 | 61444 | F0-04: 0–5000 (= 0,0–500,0 s, Faktor 10) |
| Bremszeit 1 | 0xF005 | 61445 | F0-05: 0–5000 (= 0,0–500,0 s, Faktor 10) |
| Betriebsstatus (RO) | 0x1000 | 4096 | U0-00: 1=Vorwärts; 2=Rückwärts; 3=Stopp |
| Ist-Ausgangsfrequenz (RO) | 0x1003 | 4099 | U0-03: Wert × 0,1 Hz |
| Ausgangsstrom (RO) | 0x1006 | 4102 | U0-06: Wert × 0,1 A |
| Fehlercode (RO) | 0x1001 | 4097 | U0-01: 0 = kein Fehler; >0 = Fehler-Nr. (ErrXX) |
Modbus-Adressschema:
Parameter-Register folgen dem Schema
0xFGPP — G = Gruppenziffer (0–9),
PP = Parameternummer (hex). Beispiel: F7-01 → Gruppe 7, Nr. 01 →
0xF701. Monitoring-Register (U0-xx) beginnen ab 0x1000.
Vor dem ersten Start vollständig abarbeiten
Fehleranzeige:
Fehler werden als
ErrXX auf dem Display angezeigt (z. B. Err02 = Überstrom Hochlauf,
Err14 = Modul-Überhitzung, Err16 = Kommunikations-Timeout).
Letzten 3 Fehler mit Betriebsdaten abrufbar über U0-51–U0-53
(Modbus: 0x1033–0x1035). Reset über Bedientafel-RESET-Taste oder
Modbus-Register 0x0002 = 7.
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